Projekte der Fachschaft
Außer der Arbeit in Gremien und dem Erstellen von Skripten gibt es noch verschiedene Projekte, die wir mehr oder minder regelmäßig auf die Beine stellen. Einige davon wollen wir Euch hier vorstellen.
Solltet Ihr Lust haben, an einem dieser Projekte mitzuwirken oder ein eigenes durchzuführen, dann schaut doch einfach mal bei uns vorbei. Wir freuen uns über eure Mitarbeit und Kreativität.
Das Teddybär-Krankenhaus
Ursprünglich entstanden ist die Idee des Teddybär-Krankenhauses in Schweden. Das Projekt wurde ins Leben gerufen mit dem Ziel, Kindern auf spielerische Art und Weise die Angst vor einem Arztbesuch bzw. einem Krankenhausaufenthalt
zu nehmen. Die Kinder lernen den medizinischen Alltag angstfrei kennen, ohne dabei selbst betroffen zu sein, da nicht sie die Patientenrolle übernehmen, sondern vielmehr ihre Kuscheltiere.
Nach Ankunft in der Ambulanz des Teddybär-Krankenhauses werden die Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren und ihre mitgebrachten Kuscheltiere intensiv von den diensthabenden Teddy-Ärzten betreut. Teddy-Ärzte, das sind Medizinstudenten, die jeden Plüschpatienten unter ausführlichen kindgerechten Erklärungen untersuchen und behandeln.
Dabei greifen sie nicht nur zu Stethoskop, Fieberthermometer und Verbandsmaterial, sondern begleiten die Patienten auch zum Röntgen, Ultraschall oder, in dringenden Fällen, in den Operationssaal. Befindet sich dann der Teddy wieder auf den Weg der Besserung, darf er das Krankenhaus wieder verlassen. Auch sein Besitzer wird beim nächsten Arztbesuch sicherlich weniger ängstlich und unsicher reagieren, da er ja nun bereits mit einer solchen Situation vertraut gemacht wurde.
Dieses Konzept hat sich sichtlich bewährt:
Seitdem das erste Teddybär-Krankenhaus Deutschlands im Jahr 2000 in Bochum seine Türen öffnete, organisieren Medizinstudenten regelmäßig bundesweite Aktionen dieser Art. Auch international hat diese Idee viele Anhänger gefunden. Bisher wurde vier Mal ein solches Projekt in Bochum durchgeführt, zuletzt im November 2006. Weitere Infos u.a. auch Fotos haben wir hier auf einer Extra-Seite festgehalten.
Das nächste Teddybär-Krankenhaus findet am 04.05.2011 von 9 - 16 Uhr im TUZ auf dem RUB-Campus statt.
Die Medifete
Einmal im Semester lassen wir es krachen. Die MA-Cafeteria verwandelt sich dann in einen Hexenkessel - die Medifete findet statt. Damit es für die Besucher eine hoffentlich tolle Partynacht wird, beginnt für unser Orga-Team ein Haufen Arbeit bereits viele Wochen vor dem eigentlichen Termin: 
Damit die Fete überhaupt stattfinden kann, gilt es erst einmal die Genehmigung des Dekans und der Universitätsverwaltung zu erhalten. Palettenweise Getränke müssen bestellt und angeliefert werden - doch damit jemand auch etwas zu trinken bekommt, brauchen wir Helfer, die euch dann an den Theken bedienen und zwar in ausreichender Zahl, denn niemand wartet gern eine halbe Stunde auf sein Getränk. Auch für den kleinen Hunger muss gesorgt werden, daher muss ein Döner, Pizza- oder Sandwich-Stand her. Um die Feier finanzieren zu können startet die Suche nach Sponsoren. Eintrittskarten müssen erstellt, gedruckt und verkauft werden, also brauchen wir auch Leute an der Kasse und in den Tagen vor der Fete für den Vorverkauf. Und damit jemand überhaupt erfährt, dass gefeiert wird, müssen Plakate layoutet, gedruckt und aufgeklebt werden (das Bild rechts zeigt übrigens ein Plakatmotiv aus dem Jahr 2004). Um Ärger zu vermeiden muss ein Security-Team am Abend bereitstehen. Und ohne Licht und Musik wird keine Party etwas, also besorgt das Orgateam Licht- und Musikanlage nebst Lichttechniker und DJ. Empfindliche Einrichtung muss schon beim Aufbau gesichert werden, der Rest des Gebäudes abgesperrt.
Und selbst wenn die Fete dann tobt ist die Arbeit noch lange nicht vorbei. Traditionell findet sie am Donnerstagabend statt und dauert bis spät in die Nacht - doch am nächsten Morgen geht der Lehrbetrieb wieder seinen gewohnten Gang: Nachdem der letzte Gast gegangen ist muss säckeweise Müll entsorgt werden, die Absperrungen entfernt, die Böden gereinigt.
Dass die ganze Arbeit und der Spaß auch einen tiefer gehenden Sinn haben hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, denn die Erlöse aus dem Karten- und Getränkeverkauf haben wir in den letzten Jahren regelmäßig an wohltätige Organisationen gespendet. Unter den begünstigten der letzten Jahre befanden sich unter anderem das Kinderhospiz Olpe, Ärzte ohne Grenzen e.V, das Hammer Forum e.V. und weitere. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Feiern!
Medi-Fußball

Fußball, Du wohlgeordnetes Durcheinander auf der weiten Wiese, Du kraftvolles kluges Jagen, Du planvolles Gedränge, Du rohheitsfreier Kampf, Dir ist es ergangen wie dem Leder: hin- und hergetreten, belächelt, verachtet, beschimpft, bis Dich Deine Getreuen mit einem glorreichen Schuss ins Tor gebracht haben. Fußball, Du erscheinst nur dem Mann mit der blassen Ahnung als ein wildes, rohes Spiel. In Deinen Knäueln junger Menschenleiber, wo Schulter an Schulter, Schenkel an Schenkel sich trotzig drängt, und in dem Gewirr verschränkter Beine liegt strengste Selbstbeherrschung, die nur der Nörgler und Zweifler nicht entdecken will. (...) (Ein unbekannter Autor aus dem Jahre 1914).
Wer kann sich damit identifizieren? Wer zählt „Fever Pitch“ von Nick Hornby zu seinen Lieblingsbüchern? Oder wer hat einfach nur Spaß am kicken? Da kann ich doch nur den Mittwoch als hervorragenden Fußballtag empfehlen, immer von 20.00 Uhr – 22.00 Uhr versuchen wir uns im filigranen Treten gegen die ominöse Lederkugel. Es kann jeder mitmachen, da unser Niveau von „erklärt mir einer die Regel noch mal“ über „noch nichtmal Kreisliga in der Antarktis“ bis zu „da wäre sogar Ronaldo blass geworden“ reicht. Falls Du es kaum erwarten kannst mitzuzocken, dann melde Dich einfach persönlich oder per EMail in der Fachschaft. Und übrigens: Schlecht sind sie nicht, unsere Medi-Fussballer, wie sie hier in ihrer "Hall of Fame" zeigen ;-)
Die Medimeisterschaften

2001 kamen einige Leute aus der Fachschaft (Kai Tintrup, Martin Heinrich, Tobias Klein und Tim Adelt) auf die Idee, den Austausch zwischen den Universitäten zu fördern - und relativ schnell war auch klar, wie dies realisiert werden könnte: ein Fußballturnier für Mediziner - die Idee der Medimeisterschaften war geboren. Im Jahr 2002 fand das Turnier erstmals statt. Um aus den Schwierigkeiten bei der erstmaligen Organisation der Medimeisterschaften zu lernen und den Organisatoren ein möglichst gut geschnürtes "How-to"-Paket übergeben zu können fanden auch 2003 die Medimeisterschaften nochmals in Bochum statt (das Turnier war von Anfang an als Wanderveranstaltung gedacht.) Im Laufe der letzten 3 Jahre haben sich die Medimeisterschaften zu einem Riesen-Event entwickelt, bei dem sich nicht mehr die Frage stellt, mit wie vielen Autos man zum nächsten Turnier fährt sondern eher mit wie vielen Bussen. Das die Bochumer Medikicker durchaus nicht zweitklassig spielen, konnten Sie bei den Medimeisterschaften 2004 in Regensburg durch Ihren fulminanten 2. Platz unter Beweis stellen. Und auch unsere manchmal eher fußballmuffeligen Kommilitoninnen packte das Fieber, denn beim Turnier 2005 in Magdeburg fand erstmals auch ein Frauenturnier statt. 2006 fanden die 5. Medimeisterschaften in Leipzig statt, bei der die Bochumer Herren-Mannschaft und die Damen-Mannschaft (Schwarzes Gold) bis ins Viertelfinale gekommen sind. Die Medimeisterschaften 2010 finden diesen Juni in Magdeburg statt. Weitere Infos: Homepage Medimeisterschaften
Das Ersti-Tutorium
Seit vielen Jahren existiert an der Ruhr-Universität zu Bochum ein Tutorium. Das Prinzip ist einleuchtend: Studenten aus höheren Semestern helfen den Erstis, sich an der Uni zurechtzufinden. Bis 2004 konnte sich jedermann für die Leitung eines Tutoriums bewerben; die Verteilung der Plätze geschah im Wesentlichen nach der Reihenfolge der Bewerber. Leider war die Evaluation dieses Konzeptes häufig eher negativ, so dass die Fachschaft
neue Wege ging, um das Tutorium wieder attraktiv zu machen.
Seit dem Wintersemester 2005 ist einiges anders geregelt: Zwei Vertreter der Fachschaft kümmern sich um Organisation und Besetzung des Tutoriums. Dies hat den Vorteil, dass jeder, der ein Tutorium leiten möchte, vorher „gecastet“ (und für gut befunden ;-)) wird. Die Anmeldung fürs Tutorium erfolgt zudem aus Sicht der Erstsemestler nicht mehr automatisch für alle Eingeschriebenen, sondern von nun an kann sich zwar nach wie vor jeder anmelden, aber Karteileichen und Desinteressierte strapazieren nicht länger die Listen der Tutoren. Ein Tutorium besteht aus 12-15 Erstsemestlern und einem Tutor. Das Projekt läuft stets ab Ende Oktober bis Januar / Februar, also fast das gesamte Wintersemester über.
In der Regel treffen sich die Gruppen einmal pro Woche für anderthalb bis zwei Stunden. Ziele sind – neben einem intensiveren Kennenlernen der Erstis untereinander – die Vorbereitung der Klausuren und Praktika in den Grundlagenfächern des 1. Semesters (schwerpunktmäßig Biologie, Chemie, Anatomie). Zum bisher so trocken anmutenden Rahmenprogramm eines jeden Tutoriums gehört aber ebenso ein gemeinsamer, gern feucht-fröhlicher Abend, der meist ins Bermuda-Dreieck ausgelagert wird.
Wenn ihr Fragen, Anregungen oder Kritik zum Tutorium habt, so wendet euch ebenso vertrauensvoll wie forsch an unsere Organisatoren Elli und Britta.
Guten Start, liebe Erstis!
Das Chemietutorium
Im ersten Semester erwarten euch neben dem Präpkurs die Praktika in den Fächern Biologie, Physik und Chemie. Besonders Letzteres verlangt von euch viel Zeiteinsatz bei Vor- und Nachbereitung für Praktikumstage, die ab Anfang Dezember euren Stundenplan füllen. Wer während seiner Schulzeit tapfer im Chemieunterricht durchgehalten hat und Reste von chemischen Grundkenntnissen in seinen Gyri temporalis finden kann ist ebenso willkommen wie jeder Ersti mit “ganz-ohne-Kenntnissen“ im Bereich Chemie!
Erstmals im Wintersemester 2007 haben wir ein aus Studienbeiträgen finanziertes Chemietutorium für euch eingerichtet. In überschaubaren Gruppen besprechen erfahrene Medizinstudenten und Naturwissenschaftler der Biologie, Biochemie und Chemie mit euch die Übungsaufgaben für die Praktikumstage, rekapitulieren die Grundlagen aus der Vorlesung und stehen für eure Fragen bereit. Häufig ist es verständlicher und leichter, sich die H’s, C’s und O’s persönlich erklären zu lassen, um gegen Ende ein A-H-A zu synthetisieren ;) ! Bei Problemen rund um das Chemiepraktikum etc. könnt ihr euch dann gerne an die Tutoren oder auch an uns (fsmed@rub.de ) wenden. Wir stehen mit den Praktikumsleitern in Kontakt und helfen gerne weiter!
Wir hoffen euch so ein wenig die meist durch Gerüchte vermittelte Angst vor dem Chemiepraktikum zu nehmen und euch das Erste Semester zu erleichtern! Natürlich freuen wir uns über rege Teilnahme und wünschen euch viel Erfolg beim Start ins Medizinstudium!!!
Infotisch Immatrikulation und mehr...
Wer bereits studiert hat's schon hinter sich: Die Immatrikulation. Und jeder von uns erinnert sich sicher noch gut an die Ankunft des ZVS-Bescheides. Also: Auf nach Bochum zur Immatrikulation. Doch wie gehts weiter? Die Ankunft an einer Massen-Uni wie Bochum ist meist erst einmal verwirrend.
Um den neuen Kommilitonen den Start ein wenig zu erleichtern organisieren wir
jedes Jahr während der Einschreibungen unseren Infotisch - dort können die Studienanwärter Ihre Fragen schon einmal loswerden und wir versuchen sie so gut wie möglich zu beantworten. Dazu versuchen wir zu jedem Zeitpunkt der ZVS-Immatrikulationen immer mindestens jeweils einen Studierenden aus dem Regel- und Modellstudiengang am Tisch zu haben, denn erfahrungsgemäß tauchen viele Fragen gerade zu den beiden Studienmodellen auf.
Nachmittags gibt es dann für die frischgebackenen Studierenden immer noch eine Infoveranstaltung, in der wir das wichtigste für den Start zu vermitteln versuchen: Wo kann man sich um eine Wohnung kümmern? Muss man unbedingt die Vorkurse besuchen? Welche Fächer gibts im ersten Semester und welche Scheine muss man unbedingt schaffen? Wo bekomme ich Bücher und welche brauche ich? Wo kaufe ich einen Kittel und ein Präparierbesteck? Und überhaupt, muss man tatsächlich schon im ersten Semester "an den Tisch"? Wo finden Vorlesungen statt und woher bekomme ich Sktipte? Welche Veranstaltungen sind besonders empfehlenswert, welche eher verzichtbar?
Damit bei der ganzen Informationsflut nicht einiges gleich wieder verloren geht, schreiben wir dazu jedes Jahr das Ersti-Info, in dem wir viele Informationen zum nachlesen nochmal nach Hause mitgeben. Das Ersti-Info 2005 haben wir hier für euch bereitgestellt:
Zum Ersti-Info 2010 (.pdf-Datei, 1,25 MB, öffnet sich in neuem Fenster)
Die Erstifahrt
An der Uni angekommen gibt's im ersten Semester reichlich Programm, und da ziehen wir natürlich mit: Ungefähr Anfang November findet die Erstifahrt statt. Für ein Wochenende geht
es in die Vulkaneifel nach Maria Laach, wo wir ein Haus gebucht haben. Platz ist für etwa 100 Leute.
Während des Wochenendes habt ihr viel Gelegenheit weitere neue Kommilitonen kennen zu lernen und euer fußballerisches Können im traditionellen Samstagnachmittagsspiel Fachschaft vs. Erstis unter Beweis zu stellen. Natürlich gibt noch weitere Highlights, aber hier soll ja nicht alles im Vorfeld verraten werden.
Anmelden zur Fahrt kann man sich in der Fachschaft - den Start zur Anmeldung geben wir rechtzeitig per Aushang im MA-Gebäude bekannt.



